30 Jahre Shogi Deutschland – Jubiläums Grand Prix Serie

Zur Feier seines 30. Jubiläums veranstaltete Shogi Deutschland e.V. von September bis November 2020 eine kleine Grand Prix Serie, die „coronagerecht“ im Online-Format ausgerichtet wurde. Gespielt wurde an drei Terminen. Die Teilnehmer konnten wahlweise aber auch an nur einem oder zwei der Turnieren teilnehmen. (Fotos: O. Orschiedt, F. Rövekamp, T. Engelmann, D. Többens, B. Dardour)

Turnier 1, 13. September 2020

Turnierleitung Das erste von drei Turnieren startete am 13.9.2020 um 16:00 Uhr. Turnierleiter waren Oliver Orschiedt und Julian Baldus. Für die Startreihenfolge haben wir die FESA-ELO verwendet. Bei Spielern, die keine solche haben, wurde diese geschätzt. Da wir nach Schweizer System losen, spielte diese keine entscheidende Rolle.

Runde 1: Zwölf der 13 gemeldeten Spieler waren um 16 Uhr anwesend, so wurde die Runde 1 ohne Freilos gelost. Michael Claudius trat seine Partie allerdings nicht an und ging bald darauf offline, sodass Jan-Lukas Engelmann einen kampflosen Sieg erhielt. Spielerisch gab es mit den Siegen von Victor Posada Zuluga und Daniel Toebbens gleich zwei Überraschungen.

Runde 2: In Runde 2 und 3 kam es mehrmals vor, dass zunächst Spieler, die nicht gegeneinander gelost waren, im Dojo „Turnierpartien“ begannen. Meist wurden die dann rechtzeitig abgebrochen und die richtigen Partien gestartet. Die Organisation eines Turnieres mit einem Modus, für den die Plattform nicht konzipiert ist, gestaltete sich manchmal etwas schwierig, wenn man mit den Teilnehmern nicht reden kann. Die Turnierleiter hatten alle Hände voll zu tun das in Echtzeit zu managen. Glücklicherweise war unserer Turnierleitungs-Discord-Audio-Konferenz noch der Turnierteilnehmer Richard Rödel zugeschaltet, der uns mit seiner Beobachtung der Online-Offline-Bewegungen mancher Spieler eine wertvolle Unterstützung war. Michael Claudius war nicht mehr dabei, sodass es diesmal ein Freilos für Marc-Leon Engelmann gab.

Runde 3: Kurz nach Beginn von Runde 2 stieß auch Fumihiro Watanabe aus Berlin dazu, so konnten die verbleibenden drei Runden mit gerader Teilnehmerzahl gespielt werden. Michael war auch wieder kurz aufgetaucht und begann gleich eine (nicht ausgeloste) Partie gegen Oliver Breitschädel, die Oliver leider so lange fortsetzte, dass wir seine reguläre Partie gegen Fakhri Hamila verloren geben mussten.

Runde 4: Die Runden 4 und 5 verliefen organisatorisch ohne weitere Probleme. Inzwischen schienen alle Spieler soweit mit dem Modus vertraut geworden zu sein, dass alles perfekt und diszipliniert ablief.

Runde 5: Nach Runde 4 waren 5 Spieler punktgleich mit je einer Verlustpartie aus den Vorrunden an der Tabellenspitze. Bilal und Richard konnten ihre Spiele gewinnen und sich die beste Ausgangssituation für die beiden kommenden Turniere sichern.

Abschlusstabelle und Auswertung

Die Platzierung beruht auf der Anzahl der Siege (vorletzte Spalte), der SOS als Zweitwertung und der SOSOS als Drittwertung (beide nicht ausgewiesen). Platz 4 teilten sich Marc-Leon und Daniel, die bis in die Drittwertung das gleiche Ergebnis erzielten.

Die Spalte GPP gibt die Punkte an, wie sie auf 81-Dojo-Turnieren üblicherweise vergeben werden: 3 Punkte für einen Sieg, 2 Punkte für ein Unentschieden, 1 Punkt für eine verlorene Partie (und 0 Punkte für die Nicht-Teilnahme an einer Runde) – genauer gesagt gab es den einen Punkt für die Teilnahme, wenn man zur Auslosung online war. So haben beispielsweise Oliver Breitschädel und Fumihiro Watanabe die gleiche Anzahl GPP, die sich aber unterschiedlich zusammensetzt. Fumihiro Watanabe hat lediglich an 3 Runden teilgenommen und eine davon gewonnen: 3+1+1=5. Oliver Breitschädel hat dagegen zwar keine Partie gewonnen, aber an allen fünf Runden teilgenommen: 1+1+1+1+1=5.

In einer Runde war die Teilnehmerzahl ungerade. In Runde 2 erhielt dafür Marc-Leon ein Freilos, das einen Siegpunkt und 3 GPP brachte.

Fortsetzung folgt